Chronik

Schon Anfang der 70-er Jahre gab es im Frauenheim (Lindenhof) Beschäftigungs- und Arbeitsgruppen. In diesen Gruppen wurden anfänglich Holzklammern zusammengebaut und verpackt, später kamen Industriearbeiten von Bosch und Senking hinzu. Außerdem gab es weitere interne Arbeitsangebote in der Landwirtschaft, Wäscherei, Schneiderei, Küche, bei den Handwerkern oder Hausmeistern.

Mit dem Umzug nach Sorsum wurden auch die Arbeits-und Beschäftigungsangebote ausgeweitet, so dass möglichst jeder daran teilhaben konnte. In den Außenhäusern gab es ebenfalls entsprechende Angebote.

Am 1. Mai 1991 wurde die Werkstatt für Bewohner (WfB) als organisatorisch selbstständiger Teil der Einrichtung gegründet. Etwa 1000 Bewohnerinnen und Bewohner haben unter dem Dach der WfB die verschiedenen Angebote wahrgenommen und sind von Fachkräften entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert und betreut worden. 1998 wurde der Leiter der WfB vom Vorstand beauftragt, die staatliche Anerkennung als Behindertenwerkstatt für einen Teil der Werkstatt für Bewohner zu beantragen.

Zum 1.Juli 2000 bekamen wir die staatliche Anerkennung, nannten uns WfbM Himmelsthür mit den Standorten Hildesheim/Sorsum und Wildeshausen.

In Hildesheim/Sorsum gab es im Berufsbildungsbereich 18 Plätze, im Arbeitsbereich 165 Plätze. In Wildeshausen gab es 12 Plätze im Berufsbildungs-bereich, im Arbeitsbereich 110 Plätze. Zeitgleich wurden alle Bewohner, die nicht in die anerkannte WfbM aufgenommen worden sind, in der Tagesförderung betreut. Zum 1. Januar 2007 wurde die WfbM Himmelsthür ausgegründet und in die neu gegründeten proWerkstätten Himmelsthür, gemeinnützige GmbH, übergeleitet. Heute beschäftigen wir über 500 Mitarbeiter mit und ohne Assistenzbedarf.

(Autor :Kurt Richter, Auszug aus: Geschichte der Diakonie Himmelsthür · MITEINANDER · Ausgabe 5 · 02-09)